7: SWOT-Analyse

Im Folgenden möchten wir die SWOT-Analyse zum Projekt darstellen, d.h. die Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) des Projekt ausführen.

(S) Stärken

  • Innovation: Der BeachCampus ist eine große Innovation und in Thüringen ein neues Sportangebot, der der wachsenden Begeisterung für Beachvolleyball in Thüringen und Deutschland insgesamt Rechnung trägt.
  • Fachliche Kompetenz: In unserem Team sind lizensierte A-Trainer, der höchsten Lizenz in Deutschland, sowie Vereinsmanager mit B-Lizenz. Wir haben Expertise im Aufbau von leistungsorientierten Vereinsstrukturen und der Ausbildung von erfolgreichen Talenten. Wir haben bereits zwei Talente zu zwei Deutschen Jugendmeisterschaften geführt. Darüber hinaus haben wir Expertise im Bau, Betrieb und Instandhaltung von Beachvolleyball-Anlagen und in Vereinsführung.
  • Attraktivität von Beachvolleyball: Die Zahlen sprechen für sich, denn immer mehr Menschen sind begeistert von Beachvolleyball. Die German Beach Tour als größtes nationales Event wächst immer mehr und wird immer attraktiver auch für Unternehmen. Leider liegen keine Zuschauerzahlen oder Gewinne der Events vor Ort öffentlich vor, aber die begleitenden Streams auf Twitch sind haben steigende Zuschauerzahlen (2024: ca. 700, 2025: ca. 2.500).
  • Kombination verschiedener Angebote: Mit dem BeachCampus vereinen wir ganzjähriges Beachvolleyball-Training mit verschiedenen weiteren Angeboten. Beispielsweise soll im Rahmen von Nachhilfeunterricht und Aufenthaltsräumen innovativ Schüler:innen dabei geholfen werden, Schule und Sport unter einen Hut zu bekommen. Zusätzliche Athletikangebote schaffen
  • Arbeitsplätze: Wir schaffen mit dem BeachCampus ersehnte hauptamtliche Arbeitsplätze im Volleyball und Beachvolleyball in Thüringen.
  • Ganzjahresnutzbarkeit: Die Sporthalle ist ganzjährig nutzbar, das heißt, dass auch Beachturniere im Sommer kurzfristig in die Halle verlegt werden können, falls das Wetter nicht mitspielt. So muss zukünftig kein Event mehr ausfallen.

(W) Schwächen

  • Hohe Kosten: Der Bau und auch der Betrieb der Beachvolleyball-Halle ist sehr kostspielig. Einerseits ist allein die Erstinvestition in die Anlage sehr kostenintensiv, aber auch der Betrieb, vor allem Heizkosten und ggf. Personalkosten, sind sehr hoch. Durch clevere Betriebskonzepte kann diese Schwäche aber abgepuffert werden, zudem zeigen Best-Practice-Beispiele an anderen Standorten, dass sich sowohl Bau als auch Betrieb abbilden lassen.
  • Standortabhängigkeit: Der Erfolg des Projekts ist entscheidend von verfügbaren Standorten abhängig. Es muss nicht nur gut innerhalb von Weimar erreichbar sein, sondern auch innerhalb von Thüringen, insbesondere für die großen Beachvolleyball-Communities in Jena und Erfurt.
  • Aktuell schwache Beachvolleyball-Community in Weimar: Während insgesamt in Thüringen und insbesondere in Erfurt und Jena die Beachcommunity wächst, gibt es in Weimar derzeit aufgrund fehlender Beachplätze auch keine große Beachcommunity, auch wenn Olympioniken wie Lars Flüggen oder Europameisterinnen wie Julia Großner in Weimar oder Weimarer Umland ansässig sind. Unser zweischrittiges Vorgehen soll das aber aufbauen und Beispiele aus Erfurt (Neudietendorf) zeigen auch, dass solche Beachcommunitys relativ schnell wachsen.
  • Nutzung im Sommer: Die Beachhalle wird im Sommer wenig Auslastung erfahren, weil Trainings meist outdoor stattfinden, außer bei schlechtem Wetter. Die Halle wird also im Sommer deutlich weniger genutzt werden als im Winter. Dieser Aspekt ist in Hinblick auf andere einnahmengenerierende Angebote stark zu beachten.

(O) Chancen

  • Wachsender Trendsport: Wie oben ausgeführt, spielen immer mehr Menschen Beachvolleyball. Eine Beachhalle würde diesem wachsenden Trend Rechnung tragen und auch vor allem denjenigen helfen, die nur aus Mangel an Alternativen im Winter in der Halle spielen.
  • Eventisierung in der Kulturhauptstadt: Der BeachCampus kann zu wertvollen Synergieeffekten führen. In einer Stadt wie Weimar, in der Kunst, Kultur und vor allem Musik einen hohen Stellenwert haben, können unglaublich ansprechende Angebote entstehen, wie Musikabende, Music & Play oder kleine Festivals.
  • Neue Angebote für Externe: Mit dem BeachCampus schaffen wir neue Möglichkeiten, vor allem zur Auslastung am Vormittag, indem wir Angebote für Schulen und Unternehmen erstellen. So könnten in Kooperation mit nahegelegenen Hotels und Jugendherbergen Klassenfahrten, aber auch sportliche Wandertage angeboten werden, Schulen könnten auch Unterricht auf den Anlagen durchführen. Für Firmen können Firmenfeste veranstaltet werden, bei dem sich die Mitarbeiter:innen auch sportlich betätigen können oder auch im Winter ein bisschen Strandfeeling haben. Aber auch andere Angebote wie Hochzeiten im Winter im Sand könnten auf dem Gelände veranstaltet werden.
  • Integration von anderen Angeboten: Wir sind davon überzeugt, dass der BeachCampus nur mit Beachvolleyball voll ausgelastet sein wird. Falls keine volle Auslastung mit Beachvolleyball passiert, können auch andere zusätzliche Angebote wie Beachhandball, Beachsoccer oder Beachfitness veranstaltet werden. Der Athletikraum kann zudem auch von Mitgliedern oder bei Buchung von Externen genutzt werden, was ebenfalls Einnahmen und Auslastung generiert.
  • Versorgungsangebote für Unternehmen: Unser Imbiss/Kiosk könnte zudem für lokale Unternehmen, je nach Standort, zusätzliche gesunde und schnell verfügbare Essenangebote erstellt werden. So könnten auch Unternehmen auf den Campus aufmerksam werden und dann wiederum zukünftige Events dort veranstalten.

(T) Risiken

  • Finanzielle Risiken: Es könnten Liquiditätsengpässe entstehen, wenn die Auslastung nicht wie erwartet gewährleistet ist oder die Betriebskosten nicht ausreichend durch andere Einnahmen gedeckt werden können.
  • Regulatorien und Auflagen: Die Eventisierung der Veranstaltungen könnte gefährdet werden, wenn je nach Standort bestimmte Auflagen (Umwelt, Lärmschutz, …) der Durchführung bestimmter Veranstaltungen oder baulicher Maßnahmen entgegenstehen.
  • Energiepreisentwicklung: Da der entscheidende Kostenfaktor in den Betriebskosten die Energiepreise sind, kann hier auch durch aktuelle Entwicklungen das Projekt zukünftig gefährdet werden. Zudem ist aktuell die Förderung von PV-Anlagen und energieeffizientem Bauen inkl. der Debatte um die Wärmepumpen unklar, wie sich hier Förderungen, Subventionen oder sonstige Kosten politisch entwickeln.
  • Trendabhängigkeit: Auch wenn aktuell Beachvolleyball immer mehr Aufmerksamkeit erfährt und die Mitgliedszahlen und Anzahl der Turniere und Teilnehmende zunehmend steigen, ist es unklar, wie sich dieser Trend fortsetzt. Andererseits kann man mit einer Beachvolleyballhalle auch andere Angebote schaffen, die im Sand.
  • Bauprobleme und -mängel: Dadurch, dass das Projekt im Rahmen von gemeinnützigen Organisationen und Kapitalgesellschaften entsteht, wäre es fatal, wenn bestimmte Baumängel die Inbetriebnahme verzögern oder sehr erschweren.